Hilfe für junge Straffällige-Erlebnispädagogisches Sozialkompetenztraining

Eine erlebnispädagogische Expedition

für Jugendliche und junge Erwachsene im Konflikt mit dem Gesetz

 

 

Zielvorgabe: Kompensation gesellschaftlicher und persönlicher Verfallserscheinungen*

 

     *Basierend auf Kurt Hahn, Gründer der Erlebnispädagogik

Insbesondere:

 

  • der menschlichen Anteilnahme
  • der Sorgfalt
  • der Eigeninitiative
  • der körperlichen Leistungsfähigkeit (Tauglichkeit)

 

 

Methodik:Verbindung der Elemente „körperliches Training“

       und dem „Projekt“ - hier: Alpenüberquerung

 

„Das „Selbst“ eines Menschen sitzt nicht im Kopf,

sondern im Körper“

(ZfE*)

 *  Zeitschrift für Erlebnispädagogik - ZfE

Warum eine mehrtätige Alpenüberquerung? *

 

„Ein normaler Kurs oder Seminar bringt nicht genügend Nachhaltigkeit. 77 Prozent der Teilnehmer gelingt es nicht, das Gelernte in den Alltag umzusetzen“ (Richard Gris)

 

Die Gründe dafür:

  • Mangel an Motivation, da der Kurs oder das Seminar verordnet ist Lernoffenheit und Veränderungsmotivation verpuffen dadurch
  • Zu hohe Erwartungshaltung
  • Mangelnde Anwendungsmöglichkeiten
  • Die Schwellenangst, Neues auszuprobieren
  • Unlust, einen größeren Aufwand einzugehen
  • Fehlendes Interesse und Unterstützung bei den Eltern

 

Lernen und Veränderung benötigt aber

  • Disziplin
  • Dranbleiben
  • Zeit- und Arbeitseinsatz
  • Genauer: Inhalte pauken, wiederholen, Verhalten einüben, mit Feedback reflektieren

 

 

Es braucht starke Reize, um junge Männern in einer schwierigen Lebenssituation mit einem Hilfsangebot zu erreichen. Eine Alpenüberquerung ist dazu sehr gut geeignet:

Der „Spannungsbogen“, den eine mehrtätige Wanderung in extremer Natur bietet, bleibt bis zuletzt mit dem Abstieg in den Zielort aufrechterhalten. Die „Einbringung und die Einflussnahme“ des Teilnehmers auf das Geschehen ist bedeutend, der „Ausgang und Erfolg“ des Projekts ist jeden Tag offen.

Die ungeübten Teilnehmer müssen sich mit unausweichlichen Wanderzeiten von Hütte zu Hütte auseinandersetzen, was ihnen Disziplin, körperlichen Anstrengung und tägliche Motivation abverlangt. Und das über viele Tage. Das Wandern in einer Gruppe fordert von jedem einzelnen ein Mitgestalten und Mitdiskutieren über das Geschehen. Dabei gilt es den Balanceakt einzuüben zwischen Autonomie und zugleich sozialkompetent zu werden.

Da ein Erfolg für alle Teilnehmer wünschenswert ist, muss der Einzelne für sich selbst und für die Anderen Verantwortung übernehmen

 

 

 

                           Das eigene Selbstbild korrigieren

Dazu stehen den jungen Männern eine „Vielzahl von kleinen und großen Abenteuern“ zur Verfügung: Extreme Wetterbedienungen, Gefahren, herrliche Landschaftsbilder, Gehen an die eigene Leistungsgrenze, Lastentragen, durchhalten müssen, Kampf, Zweifel, Freude, Stolz, Dialog, Teamgeist, Erfolg.

 

Alles Faktoren, mit dem „eigenen Selbstbild in Kontakt“ zu treten und es zu korrigieren.

Dies zeigt uns, dass die Natur alle existentiellen Gesetze lehrt, die wir im alltäglichen Leben brauchen.

 

 

Das Setting der Alpenüberquerung aus erlebnispädagogischer Sicht

 

Diese jungen Menschen sind selbstbestimmt handelnde Subjekte.

Sie greifen dabei auf ihr eigenes, individuelles Referenzsystem zurück und nehmen selbständig Situationen wahr, deuten sie.

 

Daraus folgt: Die Ergebnisse des Projekts Alpenüberquerung sind nicht bzw. begrenzt planbar.

 

Aufgabe der Trainer wird sein: Ein auf die Gruppe zugeschnittenes Setting zu gestalten,

   das bestimmte Lernpotentiale beinhaltet:

 

®    Anreiz                        (durch Infoveranstaltung und Vereinbarung)

®    Erlebnis                      (Alpenüberquerung)

®    Reflexion                    (Reflexion und Transfercoaching-Flatrate)

®      Nachbereitung          (Transfercoaching)